Es ist genau 03:07, dh. noch 20 Stunden und 53 Minuten leben wir ohne die Vorratsdatenspeicherung 2008. Interessiert sich zwischen Böllern, Bier und Neujahrstimmung überhaupt noch jemand dafür? Ich kenne in meinem Bekanntenkreis vieleicht eine oder 2 Personen, die überhaupt von der Vorratsdatenspeicherung wissen.

Eigentlich sollten sich viel mehr Leute die Frage stellen: Wie ändert sich unser alltägliches Leben mit der Vorratsdatenspeicherung? Köhler hat das Gesetz abgesegnet, da keine Gründe dagegen sprechen. Natürlich sprechen wenig Gründe dagegen, wenn wenig Wähler überhaupt Kenntnis von der Vorratsdatenspeicherung haben.

So kann man sich ja auch nicht übermäßig unbeliebt machen.

Der Ak Vorratsdatenspeicherung hat schon vor ein paar Monaten damit begonnen, Möglichkeiten zur Umgehung der Vorratsdatenspeicherung in Form eines Wikis zusammenzufassen. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt haben.

Zum Thema Gegenmaßnahme: Mit ein wenig Pech wird man wird man durch Gegenmaßnahmen zum Verdächtigen, obwohl man die Gegenmaßnahmen nur ergreift, weil man etwas gegen den Überwachungswahn des Staates tun will.

Hier ein paar Gegenmaßnahmen zusammengefasst:

Offline kommunizieren

Briefe schreiben

Datenträger (Disketten, CDs, USB-Sticks) verschicken

Der Funk kommunizieren

Telefonzellen nutzen (gibts die eigentlich noch?)

anonyme Prepaidkarten nutzen (Stichwort Anonyphone)

Online:

Voice over IP nutzen (verschlüsselt)

ingame-Komunikation nutzen

offene W-Lan Hotspots nutzen

öfter mal das Internetcafe wechseln

Anonymisierungstools wie Tor oder I2p nutzen

Das war der letzte Beitrag zur Vorratsdatenspeicherung im Jahre 2007 von mir. Danke an alle Blogger, die über die Vorratsdatenspeicherung berichtet haben.


6 Responses to “Vorratsdatenspeicherung 2008 rückt näher. Gegenmaßnahmen”

  1. 1 Syntronica

    Hallo! Kommt 2008 noch was bei dir?

  2. 2 DarkRat

    Wurde von schäubles gefolgsleuten festgenommen und vaporisiert

  3. 3 Syntronica

    Gut, wenns scheee macht :-)

  4. 4 GoogleImperium

    Wer wissen will, wohin der Weg im Suchgeschäft bei Google & Co führt, dem sei hier ein spannenender Beitrag der “Blätter” empfohlen. Ist gewissermaßen die andere Seite der Vorratsdatenspeicherung…

    Das Google-Imperium:
    http://www.blaetter.de/artikel.php?pr=2766

  5. 5 Yps

    Wer seine Daten online sichern will, kann diese ja auch einfach “outsourcen”!

    Hier ein interessanter Artiel zum Thema: “Online-Durchsuchungen - Notwendiger Schutz vor Terror oder Stasi 2.0?” unter https://www.gigabank.de/de/gigabank/blog/2008/02/05/online-durchsuchungen-notwendiger-schutz-vor-terror-oder-stasi-20/

  6. 6 nie

    ich will mal ein paar deiner Ausweichmöglichkeiten kommentieren:

    Briefe schreiben: Es wird nicht mehr all zu lange dauern, bis das BKA die Befugnis erhält, Briefe und Pakete zu durchsuchen. (Das BKA könnte man schon als den Geheimdienst im inneren ansehen, seine Befugnisse reichen jedenfalls schon aus)

    Datenträger (Disketten, CDs, USB-Sticks) verschicken: nur verschlüsselt

    Per Funk kommunizieren: Meinst CB-Funk oder sowas wie WLAN, Bluetooth, Zigbee? Meine Idee wäre kleine Radio-Transmitter zu bauen…

    Telefonzellen nutzen: Der Angerufene kann trotzdem identifiziert werden und die Position des Anrufers steht sowieso schon fest. darüber hinaus ist es nur noch eine Frage der zeit bis sich die Voice-Detection bei den Polizeibehörden rumgesprochen hat. Dann brauchst du auch noch einen Sprachsynthetisierer.

    anonyme Prepaidkarten nutzen (Stichwort Anonyphone): Bringt nix oder zumindest müsstest du diese Nummer absolut geheimhalten und beim telefonieren deine Stimme verstellen. Sobald irgendjemand deine Nummer mit deinem Namen erwähnt/speichert wärest du aufgeflogen.

    Voice over IP nutzen (verschlüsselt)

    ingame-Komunikation nutzen

    offene W-Lan Hotspots nutzen: Ja, sofern du dabei auch stets deine MAC-Adresse deiner WLAN-Karte änderst OK. Ansonsten ergäben die Log-files, wo du überall warst.

    öfter mal das Internetcafe wechseln: Solange man dort noch nicht seinen Ausweis zeigen muss… Statt dessen würde ich lieber ein WLAN knacken.

    Anonymisierungstools wie Tor oder I2p nutzen: Ja, aber nur, wenn man auf SSL-verschlüsselten Seiten unterwegs ist. Geheimdienste schnüffeln mit Vorliebe in den Tor-Netzen.

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