Bekommen andere Nationen Zugriff auf deutsche Vorratsdaten?
Published Oktober 25th, 2007 in Metaowl, Vorratsdatenspeicherung Tags: computerkriminalität, datenspeicherung, vorratsdaten, Vorratsdatenspeicherung.Soeben laß ich auf www.gulli.com , dass Deutschland laut Beschluss der Bundesregierung vom 28.09.2007 dem “Übereinkommen des Europarats über Computerkriminalität” beitreten soll. Konkret heisst das, dass gesammelte Verbindungsdaten an 52 Staaten weitergegeben werden müssten.
Zitat Vorratsdatenspeicherung.de:
“Das auch als „Cybercrime-Konvention“ bekannte Übereinkommen wurde 2001 von Vertretern nationaler Sicherheitsbehörden hinter verschlossenen Türen ausgehandelt und anschließend unter anderem von der Bundesregierung unterzeichnet. Das Abkommen ermöglicht ausländische Datenanforderungen zur Verfolgung jeder Straftat, selbst leichter Vergehen wie dem Austausch von Musik im Internet, und ebenso zum Zweck präventiver Ermittlungen ohne konkreten Tatverdacht. Besonders in außereuropäischen Staaten wie den USA besteht die Gefahr, dass mithilfe übermittelter Daten Europäer als vermeintliches Sicherheitsrisiko eingestuft werden, sie bei der Einreise festgehalten und vernommen werden oder ihnen die Einreise gänzlich verweigert wird, dass erlangte Informationen quasi lebenslänglich auf Vorrat abgespeichert werden und freizügig an andere Behörden und Geheimdienste weiter gestreut werden, auch an kooperierende ausländische Unrechtsstaaten.”
Wie wir wissen, soll die eigentliche Vorratsdatenspeicherung am 1.1.08 in Kraft treten. Verbindungsdaten sollen 6 Monate lang gespeichert werden. Doch was, wenn Daten in ein anderes Land kommen? Dort gelten ganz andere Gesetze (z.B. gar keine :)), die die Datenspeicherung regeln.
















Erschiesst dieses Politikerpack!! Das mein ich ernst!! Weg mit diesem Dreck!!
Hallo,
Manchmal ist selbst mir nicht klar ob es ein Segen oder ein Fluch ist, dass nicht einmal die hiesige IT Gemeinschaft versteht, was da in den Verwaltungen wirklich vor sich geht!
Heißt es doch immer IT Fachkräfte müssten zusammenhängend DENKEN können…
Eine ganz simple These:
Wenn z.B. die französische Regierung über genügend fähige IT Fachkräfte im Staatsdienst verfügen würde, hätte sie es dann nötig Gesetze zu erlassen welche die Verschlüsselung von Informationen im Internet unter Strafe stellen?
Eben nicht!
Aus der Sicht der Regierung ist es alle mal besser, wenn alle „GLAUBEN“ würden sie könnten im Netz alles Tun und Lassen was sie wollten. Weil man „die Regierung“ seinen Bürgern derweil hübsch über die Schultern schauen könnte.
Nur geht das eben nicht wenn ich „die Regierung“ bei weitem zu wenige Fachkräfte habe, die das auch umsetzen können. Ergo schließt sich ein einfacher Kreis. Ich „die Regierung“ erlasse Gesetz um Gesetz in der Hoffnung den vermeintlichen „Täterkreis“ auf meinen Personalstamm zu reduzieren. Frei nach dem Motto „Mit ganz wenig Personal, soviel wie möglich Erreichen“.
Davon einmal ganz abgesehen sollten IT Fachkräfte eines nie vergessen, was vor allem sie und ihr Tätigkeitsgebiet betrifft:
„Der Mensch fürchtet, was er nicht versteht!“
Und hierbei ist es dann auch egal, ob er es Verstehen könnte wenn er nur wollte. Wenn das alles so einfach wäre bräuchte es weder IT Studiengänge noch sonst etwas!
Gruß
Ist doch zum Verrückt werden mit denen! Und ich habe immer noch nicht verstanden, wieso die nun plötzlich so erpicht darauf sind, mit einem Affenzahl alle schreibenden und sprechenden Bürger zu katalogisieren. Sollten sie mit den blinden und stummen machen, dann ginge das per Ausschlussverfahren womöglich schneller mit der Abhörgenehmigung - aber nein, das wäre ja diskriminierend.