Entdeckungsrisiko Bundestrojaner?
Published August 26th, 2007 in Metaowl, Bundestrojaner Tags: bundestrojaner, entdeckungsrisiko, remote forensic software.Der Name ist Remote Forensic Software. Schäuble bezeichnet die Gefahr einer Entdeckung als gering. Link zum dazugehörigen Heise-Artikel
Realität oder dummes Geschwätz? Es wird von einem Programm zur Datenerhebung geredet.
Als Datenerhebung bezeichnet man den Vorgang der Feststellung bzw. Sammlung von Daten. Dabei ist es unerheblich in welcher Form dies geschieht also z.B. (fern)mündlich, schriftlich oder elektronisch. Die Daten existieren also quasi bereits vorher stehen aber nicht unmittelbar zur Verfügung.
de.wikipedia.org/wiki/Datenerhebung
Der Begriff Datenerhebung ist also sehr weit gefasst.
Wenn nun eine solche Software lokal auf dem Rechner installiert ist und Daten sammelt, dann müsen diese gesammelten Daten auch irgendwann einmal nach aussen gelangen. Zu einer IP-Adresse. Dies ist die Schwachstelle jedes Spionageprogrammes. Die Daten müssen zu dem, der sie sammelt. Dies kann natürlich auf Windows-Ebene auch im Verborgenen geschehen, aber spätestens bei der Hardware ist Schluss. Einen Hardware-router kann man schlecht betrügen. Alle Pakete, die zwischen Rechner und Internet hin und her wandern protokolliert der Router.
Wie also könnte sich der Bundestrojaner einer Entdeckung entziehen? Durch eine IP-Adresse, die nicht auf den Staat schließen lässt? Möglicherweise. Was aber, wenn der Rechner so etwas wie ein Honeypot wäre, keine Daten würden den Rechner verlassen bzw. aus dem Internet auf ihn wandern.
Es könnte folgendermaßen ablaufen: Der Bundestrojaner sendet im Verborgenen kleines Pakete mit Daten an eine IP(Mailserver, Fileserver, etc.), die nicht auf den Staat schließen lässt.
Und zwar nur dann, wenn der User sich bestimmten Tätigkeiten widmet, z.B. im Internet surft. Die Pakete könnten so modizifiert werden, dass der User denkt sie seien ganz normaler Traffic zu irgendeinem Webserver.
Ein wenig Sicherheit vor Entdeckung wäre vorhanden, aber auf keinen Fall ist eine Entdeckung unmöglich.
Was ist, wenn ein Antivirenhersteller plötzlich irgendeine verdächtige Datei findet und als Spionageprogramm geklariert? Sicher wäre der Bundestrojaenr dann so präpariert, dass nicht nachweisbar ist, dass er von der Regierung stammt. Was ihn verraten könnte wäre seine Funktion, eine sehr ins Detail ausgeklügelte Funktion zum Datensammeln.
Wie würde es weitergehen, wenn der Bundestrojaner einmal entdeckt wird? Kommt es zu einem Katz und Maus-Spiel, wie bei den Virenprogrammierern und Antivirenherstellern? Die Bundesregierung würde Gefahr laufen ins Lächerliche gezogen zu werden.
Dass der Trojaner wohl kaum als Datei, sondern eher durch den Datenstrom auf den PC kommen könnte erwähnte ich schon.















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